Dadurch wird die Abkühlung der Moste vermieden, ohne dabei einen ungewünschten Gärungsbeginn zu riskieren.
Die Flotationsmaschine wird mit Hilfe von Schläuchen, die üblicherweise im Weinkeller eingesetzt werden, an den Tank mit dem zu klärenden Most angeschlossen. Die Behandlung besteht in der dosierten Zuführung eines Gases, das sich im Tank mit den Hefen verbindet und sie aufsteigen lässt.
Bei dem eingesetzten Gas kann es sich sowohl um Stickstoff als auch um Luft handeln. Der Einsatz gewöhnlicher Klärmittel ist nicht erforderlich, allerdings muss der Most nach dem Pressen enzymiert werden.
Während des Vorgangs werden die Hefen nach oben gelenkt und in einem kompakten Schaum konzentriert, der lediglich 3%-5% des anfänglichen Gewichts entspricht: daraus folgt ein viel höherer Anteil an klarem Most, als mit den Dekantierprozessen erreicht wird.
Nach Beendigung der Flotation lässt sich der klare Most leicht durch Anstich vom Bodensatz trennen.
Die Menge der verbleibenden trüben Flüssigkeit ist äußerst gering.
Die Ergebnisse der Klärung sind exzellent und dank der Schnelligkeit des Prozesses und dem minimalen Einsatz von Klärmitteln (bis zu null) werden die Aromaeigenschaften der Moste bestens bewahrt.
Die so erhaltenen Moste müssen nicht weiter filtriert werden.
Die Anwendung dieser Klärungstechnologie in Kombination mit einer besonders schnellen Presstechnik, wie der Presse mit elastischer Zentralmembran (siehe Softpress im Abschnitt
Pneumatische Pressen), gestattet es, in extrem kurzer Zeit aus der Traube einen geklärten Most zu erhalten, der bereit für die Gärung ist. Diese Zeiteinsparung wirkt sich zweifelsohne positiv auf die qualitativen Charakteristika des Saftes aus.